Berufsfeuerwehrwochenende
Montag, den 17. Oktober 2011 um 23:11 Uhr

BF-WochenendePerfekte Zusammenarbeit nur gemeinsam möglich
Jugend übt wie die Berufsfeuerwehr

Berufsfeuerwehrwochenende der Jugendfeuerwehr Urberach: 16 Kinder und Jugendliche sowie zehn Erwachsene aus Jugendleitung und Einsatzabteilung spielten über mehr als 24 Stunden durch, was es bedeutet, stets abrufbar zu sein.

Unter der Leitung von Thomas Weber, der schon seit 2005 Jugendwart ist, hatten die Organisatoren viele verschiedene „Baustellen“ vorbereitet, unter anderem auch mit der Eppertshausener Feuerwehrjugend und mit der Offentahler Wehr. „Wir abreiten übungstechnisch schon lange zusammen. Die Eppertshäuser Jugend kooperiert schon seit Ihren Anfängen vor rund 25 Jahren it Urberach“, erinnert sich Thomas Weber, „ weil wir Jugendwarte gut zusammen können und auch eine gemeinsame Vorbereitungsgruppe für den Erwerb der Leistungsspangen haben.“
Die Kinder und Jugendlichen, die dem Berufsfeuerwehr-Wochenende schon das ganze Jahr über entgegenfiebern, lernen hautnah, wie notwendig gute Zusammenarbeit bei der Wehr ist. Beim „Löschen“ der Eppertshäuser Eisner-Hall etwa war Teamwork angesagt: gute Absprachen und Hilfe an Material und an Manpower ist bei Großeinsätzen heute unerlässlich, weshalb die Wehren Ihre Berufsfeuerwehr-Wochenenden auch möglichst gleichzeitig legen.
Um im Einsatz fit zu sein, wurden alle möglichen Arbeitseinheiten geübt und auf Stolperstellen hingewiesen. Dazu kamen Fahrzeugpflege, Kochen und etwas Theorie. Solche Übungen fordern den Zusammenhalt der Gruppe. „Dann ist es auch nicht so schlimm, wenn das Erlernte nicht zu 100
Prozent sitzt - man hilft sich aus“, beruhigt Thomas Weber.
Die den Jugendlichen vorher nicht bekannten Einsätze waren breit gefächert: Retten einer (Plüsch-) Katze aus der hohen Baumkrone an der Liebigstraße, „Wasser in Gebäude“ – wozu die Familie von Jugendwehrmitglied Marc Rumpf Ihre Garage zur Verfügung gestellt hatte. In der engen Bahnhofstraße war das Rangieren mit den großen Feuerwehr-Fahrzeugen alles andere als einfach. Auch brennende Mülltonnen in einer Autowerkstatt, umgefallene Bäume nahe der Bulau, ein umgekippter Hänger oder die Räumung von Glas- und Ölrückständen nach einem Unfall gehörten zu den Szenarien.
Groß angelegt war die Amtshilfe in Eppertshausen, wo bei einem „Sondergebäude mit Brandstellen innen und außen“ Menschenleben in Gefahr waren und auch den Rettungsdienst mit auf den Plan brachten. Nach dem gemeinsamen Einsatz der Jugendfeuerwehren aus Eppertshausen, Münster und Urberach ging’s auch gemeinsam zum Abendessen. Davor mussten allerdings rund gut 400 Meter ziemlich nasser und schmutziger Schlauch wieder sorgfältig in die Tragebehälter eingelegt werden. „Dann sind wir jetzt wohl fertig für heute“, meinte ein optimistischer junger Urberacher zu seinen Freunden, die alle nicht ahnten, dass es trotz geplantem Spieleabend kurze Zeit schon wieder weiter gehen würde: etwa mit brennendem  Gerümpel kurz nach Mitternacht im Feld.
Eine weitere gemeinsame Übung mit Offenthal und Eppertshausen sowie der Jugendabteilung der Johanniter Unfallhilfe, Nachbesprechung und Mittagessen beschlossen das Berufsfeuerwehrwochenende , das von allen Jugendlichen als „geil“ und „Spitze!“ gelobt wurde.

OP vom 17.10.2011 (chz)

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